Jim Avignon & Fehmi Baumbach präsentieren
Friendly Capitalism Lounge Vol. 17
„Die Unerträgliche Leichtigkeit Des Seins vs. Die Unerträgliche Leichtigkeit Des Scheins“
Schon seit 20 Jahren veranstalten die beiden Künstler Fehmi Baumbach und Jim Avignon
die „Who Is Afraid Of Friendly Capitalism Lounge“ .
Hinter diesem ungewöhnlichen Namen steht einerseits die Idee, eine turbulente Mischung von Künstlern, Musikern und Illustratoren verschiedenster Stilrichtungen zu einem gemeinsamen Happening zusammenzubringen und andererseits das Bedürfniss mit künstlerischen Mitteln und gesundem Misstrauen den Wahnsinn des freien Marktes zu kommentieren.
Schon mehrmals musste nun die aktuelle Lounge coronabedingt verschoben werden und da auch nach einem Jahr Lockdown die Aussichten auf eine fulminante Eröffnungsparty eher mau sind, geht die FC Lounge nun den ungewöhnlichen Schritt und verlagert ihr Happening in die digitale Welt.
Gemeinsam mit Holger Beier, der schon seit Anfang 2021 virtuelle Ausstellungen mit „Forever 21“ kuratiert, wurde das Neurotitan im 3D Raum nachgebaut. Der Zugang ist denkbar einfach, über ein Smartphone oder Computer kann die virtuelle Galerie besucht werden, ohne dass weitere Apps oder Programme installiert werden müssen. In der virtuellen Galerie können sich die Besucher als Avatare bewegen, die Ausstellung besichtigen und sich auch mit anderen Besuchern über Mikro unterhalten.
Mit der aktuellen Ausstellung „Die Unerträgliche Leichtigkeit Des Seins vs. Die Unerträgliche Leichtigkeit Des Scheins“ möchte die FC Lounge die Lockdown-Situation thematisieren, die sich besonders für Künstler dramatisch im Komplettausfall jeglicher Einnahmemöglichkeit durch erzwungenes Nichtstun äußert.
Süßes Nichtstun ist ein Versprechen aus einer Zeit in der die Welt noch unermüdlich auf Achse sein konnte. Dies verwandelt sich in Zeiten des Lockdowns zunehmend zum Fluch für Kreative. Tage werden zu Wochen werden zu Monaten in der Monotonie eines produktionslosen Hamsterrades…
Und je weniger Möglichkeiten es gibt etwas zu verdienen, umso verklärter der Blick aufs Geld - denn Geld verleiht Flügel so sagt man. Wer keines verdient, dem muss das zumindest so vorkommen. Die „Friendly Capitalism Lounge“ will diesem Mythos auf den Zahn fühlen.
Und weil im digitalen nichts unmöglich ist, haben wir das Neurotitan kurzerhand gedoppelt und zeigen dort zusammen mit dem Neurotitan ein best of all der Ausstellungen, die dort Lockdown bedingt bereits ausfallen mussten. Diese eindrucksvolle Dokumentation macht deutlich was uns während des Lockdowns alles an Kultur durch die Lappen gegangen ist.
Die virtuelle Friendly Capitalism Lounge:
hier der Link:
Wichtig zu wissen: die Künstler*innen haben keine Abgaben an uns, es gibt am Eingang Preislisten zum runterladen, mit besserer Bildauflösung und dem direkten Kontakt zu den Künstler*innen. Außerdem natürlich einen Merchandisingtisch, der genau so funktioniert. Hier auch nochmal herzlichen Dank an Holger Beier Bungalow, der die Räume bastelte und mit Jim die Bilder an die virtuellen Wände genagelt hat.
mit den Künstler* innen:
Danielle de Picciotto
Fehmi Baumbach
Jim Avignon
Katharina Großmann - Hensel
Kerstin Kary
Lupe Godoy
Maja Hürst
Makulatur/Eva Deutschewitz
Tobias Molitor
DJs:
Frau Kraushaar
Olli Goolightly
best of all der ausgefallenen Ausstellungen vom Neurotitan:
Bilbao - Berlin
CIB 2020 - Comics in Argentinien
Berlin Busters Social Club
S, M, L - Total Sellout